Reflexions- und Dunkelnebel
Reflexionsnebel sind interstellare Wolken aus Gas und Staub, die selbst nicht leuchten, sondern das Licht nahegelegener oder eingebetteter Sterne reflektieren und streuen.
Dunkelnebel sind riesige Wolken interstellarer Materie, die das Licht dahinter liegender Objekte abdunkeln oder völlig ausblenden. Sie enthalten so viel Materie, dass sie sich als dunkle Schatten vor hellem Hintergrund abheben.
Galaktischen Zirren reflektieren den interstellaren Staub der Milchstraße und werden als zarte, meist graue Schleier sichtbar.
Reflexionsnebel
Reflexionsnebel sind interstellare Wolken aus Gas und Staub die selbst kein Licht aussenden, sondern das Licht benachbarter Sterne reflektieren und streuen.
Die feinen Staubpartikel streuen das kurzwellige, blaue Licht des Sterns weitaus stärker als das langwelligere, rote Licht. Dies ist derselbe Effekt, der auch unseren Himmel auf der Erde tagsüber blau erscheinen lässt.
Eigenschaften
- Sie bestehen aus feinen Staubpartikeln (ähnlich Ruß oder Silikatstaub)
- Sie sind nicht heiß genug, um selbst zu leuchten
- Sie wirken oft bläulich, da kurzwelliges Licht stärker gestreut wird
- Sie sind sehr kalt – nur wenige Dutzend Kelvin über dem absoluten Nullpunkt
Dunkelnebel und galaktische Zirren
Dunkelnebel
Dunkelnebel, auch Dunkelwolken genannt, sind zu weit von benachbarten Sternen entfernt, um deren Licht zu reflektieren oder selbst zum Leuchten angeregt zu werden. Als dunkle Wolken aus Gas und kosmischem Staub schlucken sie das Licht von hinter ihnen liegenden Sternen und anderen, leuchtenden Nebeln und werden so selbst sichtbar. Verdichtet sich die Materie dieser Nebel immer weiter, werden diese zur Geburtsstätte neuer Sterne.
Eigenschaften
- Bestehen hauptsächlich aus molekularem Wasserstoff (H₂) und Staub.
- Sehr kalt (ca. 10–20 Kelvin).
- Erscheinen als dunkle Silhouetten.
- Geburtsstätten neuer Sterne.
Galaktische Zirren
Galaktische Zirren (häufig als Integrated Flux Nebula oder IFN bezeichnet) sind riesige, lichtschwache kosmische Staubwolken. Sie schweben weit außerhalb der flachen Scheibe unserer Milchstraße. Im Gegensatz zu klassischen Reflexionsnebeln, die von einzelnen hellen Sternen angestrahlt werden, leuchten diese Zirren durch das schwache, diffuse Licht der gesamten Milchstraße.
Die zarten, fadenförmigen Strukturen ähneln optisch den gleichnamigen irdischen Feder- oder auch Zirruswolken. Sie bestehen vor allem aus interstellarem Staub, der ultraviolette Strahlung absorbiert und in ein schwaches, rötliches Leuchten umwandelt.
Entdeckt wurden diese Gebilde erstmals in den 1960er- und 1970er-Jahren, unter anderem durch Aufnahmen am Palomar-Observatorium.
Vergleich astronomischer Nebel
- Reflexionsnebel → streuen Licht (bläulich)
- Emissionsnebel → leuchten selbst (rötlich)
- Dunkelnebel → blockieren Licht
- Galatische Zirren → reflektieren das diffuse Licht der gesamten Milchstraße

















